MM: Demo für ein solidarisches Klima in Luzern

Auf Grund des Klimawandels werden weltweit mittelfristig um die 250 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen sein. Bereits heute ist die wegen des Klimawandels entstandene Not in verschiedensten Regionen der Welt sichtbar – ob in der Sahelzone, in Bangladesch oder in Indonesien – und bereits heute flüchten wegen des Klimawandels jährlich 20 Millionen Menschen. Denn anhaltende Dürren, Überschwemmungen und das Versalzen von Ackerflächen zerstören den Lebensraum von Millionen Menschen und rauben ihnen ihre Existenzgrundlage. Hunger, Armut und neue Konflikte sind die Folgen.

Die dem Kapitalismus inhärente Konkurrenz und die dadurch bedingte Profitorientierung führen notwendigerweise zur steten Vergrösserung des Angebots von Waren und zu einer steten Überproduktion derselben. Massen von Waren werden im Kapitalismus ausschliesslich zwecks Profitmaximierung produziert – Massen von Waren, die keinem Bedürfnis entsprechen, auch wenn die Werbung sich alle Mühe gibt, solche Bedürfnisse zu generieren – und der grösste Teil davon landet nach wenigen Monaten oder Jahren auf dem Müll oder wird wegen der Überproduktion direkt vernichtet – zwecks Preisstabilität.

Der Kapitalismus ist zerstörerisch – in vielerlei Hinsicht. Der Klimawandel und die damit verbundene Not und Flucht Millionen von Menschen sind nur eine Folge des Kapitalismus. Denn der Kapitalismus bewirkt auch stets direkt Armut, Abhängigkeit und Unterdrückung von Milliarden Menschenweltweit und führt immer wieder zu Kriegen und Krisen.

In diesen Krisen werden Massen von Arbeitsplätzen zerstört, damit das Kapital und der Reichtum gerettet werden können. Auch die Finanzkrise 2008 verdeutlichte dies. Die Schere zwischen reich und arm wird immer grösser. Denn der Reichtum und die Macht der einen, ist die Armut und die Abhängigkeit der anderen.

Auch die Schweiz, die sich für ihre Werte gerne rühmt, legitimiert durch ihre Gesetzgebung diese zerstörerische kapitalistische Ordnung, stärkt und forciert durch ihre Gesetze die weltweite Ausbeutung von Mensch und Natur, lässt die hier ansässige Rüstungsindustrie seit Jahrzehnten Waffen und Kriegsmaterialien an diktatorische Regime exportieren, bietet verbrecherischen Unternehmen und Banken einen steuergünstigen Ort für ihren Firmensitz, entzieht durch ihre Politik Menschen in den Staaten der so genannt Dritten Welt jährlich Millionen Dollars und schürt Armut und Konflikte in der Welt. Allein der Finanzplatz Schweiz produziert x-mal so viele Treibhausgase als der Rest der Schweiz.

Profitorientierung ist gerade das Gegenteil von Bedürfnisorientierung. Der Kapitalismus ist zwar wandelbar, doch seine Probleme können nicht behoben werden. Denn diese Missstände sind nicht zufällige Erscheinungen des Kapitalismus: Sie sind dem System inhärent. Denn sie sind die notwendige Folge der Konkurrenz und der damit verbundenen Profitorientierung. So können auch die Unterdrückung und Ausbeutung nicht beseitigt, sondern lediglich ausgelagert werden – damit die grösste Not hier nicht mehr so gut sichtbar ist und der Kapitalismus weiterhin ungestört funktionieren kann.

Doch zum Glück werden von kritischen Menschen diese weltweiten Missstände, das Leid, die Unterdrückung und die Ausbeutung dennoch gesehen. Sie werden gesehen und sie werden bekämpft: Der Kapitalismus muss überwunden und eine solidarische Gesellschaft aufgebaut werden. Der Aufbau einer solidarischen Gesellschaft – einer Gesellschaft, die die Menschheit und die Natur achtet, einer Gesellschaft, die fern von Unterdrückung und Ausbeutung ist – ist die konsequente und notwendige Forderung. Sie ist nicht extrem. Extrem wäre im Gegenteil das Festhalten am kapitalistischen System, das die Ressourcen der Welt plündert, die Natur zerstört und Menschen ausbeutet und unterdrückt. Das Festhalten am Kapitalismus wäre extrem – denn es wäre realitätsfern und gefährlich.

Daher rufen wir auf zur Demonstration für ein solidarisches Klima!

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