WEF OFF! – Die Zukunft gehört uns!

Demo Samstag 11.01.2020, 14.00, Bahnhofplatz Luzern

Alle Jahre wieder folgen die Herrschenden, Kriegstreibenden und Despot*innen aus aller Welt der Einladung von Klaus Schwab um sich im militärisch hochgerüsteten Davos zu treffen.

Davos ist das stinkende Feigenblatt der Mächtigen. Unter dem Vorwand die Welt besser machen zu wollen, mehren sie ihren Reichtum, zerstören unsere Umwelt, spalten und entmenschlichen uns mit ihrem unerbittlichen Streben nach mehr und mehr Profit. Das Geld fliesst ungehindert um den Globus während Menschen an den Landesgrenzen sterben oder im Mittelmeer ertrinken.

Gleichzeitig brennen die Strassen dieser Welt. Von Chile, über Bolivien, bis Libanon, Rojava, Frank-reich und Hong Kong kämpfen die Menschen für Freiheit und Gleichberechtigung und gegen das Joch von staatlicher Autorität, Krieg und Krise.

In Zeiten des wiederkehrenden Faschismus, der brennenden Regenwälder und der immer noch existierenden Lohnsklaverei nehmen wir uns die Strasse. Unsere Antwort auf Staat und Kapital heisst Solidarität! Kämpfen wir gemeinsam für unsere Zukunft. Eine Zukunft der Freiheit ohne Unterdrückung und Rassismus!

Wir wollen unsere Welt gemeinsam gestalten und selbst bestimmen, wie wir unser Zusammenleben organisieren. Die Zeit der Reichen und Mächtigen ist endgültig abgelaufen!

Wir meinen für die Ausübung eines Menschenrechts nicht um Erlaubnis fragen zu müssen. Zahlreiche Demonstrationen in der Vergangenheit haben nur schlechte Routen bewilligt bekommen und mussten ausserdem ausserhalb der Ladenöffnungszeiten stattfinden. Wir sind nicht bereit im Januar um 17:00 Uhr durch die verlassenen Gassen Luzerns zu ziehen. Der Sinn einer Demonstration ist gesehen zu werden. Dies muss die Stadt ermöglichen.

Falls die Stadt Luzern bereit ist eine attraktive Route am Nachmittag zu bewilligen, können sie uns gerne über resolut@mail.ch kontaktieren. Andernfalls rufen wir zu einer selbstbestimmten, lautstarken und friedlichen Demo in Luzern auf.

Wipe out WEF!

 

 

Plakat als PDF Anti WEF Demo Luzern

Transpi bei Glencore

Glencore – unsere Minen sind todsicher

Wir sind wütend darüber, dass am Donnerstag weitere 41 Arbeiter des Schweizer Rohstoffhändlers #Glencore mit tödlicher Folge verunfallt sind. Glencore handelt nicht nur verantwortungslos – die Verstösse gegen Klimaauflagen, die soziale Verantwortung sowie die Sicherheit am Arbeitsplatz ist gerade zu kriminell. Höchste Zeit, dass wir ihnen das Handwerk legen. Dass sich die Bosse dieser Firma in Zug verstecken und hofiert werden, ist eine Schande für Zug!

Das einzige was an Glencores Minen sicher ist, ist der Profit für einige wenige Bonzen mit krimineller Energie!

 

Netto null CO2 Emissionen jetzt!

Kleine aber feine Kundgebung heute auf dem Kornmarkt. Vielen Dank an alle, die gekommen sind.

Wir demonstrieren hier heute anlässlich der Debatte im grossen Stadtrat über Netto Null CO2 Emissionen bis 2030.

Wir stecken mitten in einer Krise und dürfen keine Zeit verlieren. Sollte der aktuelle Kurs unserer Gesellschaft beibehalten werden, könnte bereits in wenigen Jahren ein unaufhaltsamer Prozess in Gang gesetzt werden, welcher grosse Teile der Erde dauerhaft unbewohnbar macht, hunderte Millionen Menschen zur Flucht zwingt und noch mehr Tierarten und Pflanzensorten  auslöscht.

Der Klimawandel wird vorerst vor allem die Ärmsten auf dieser Welt treffen. Bereits heute sind die ersten Auswirkungen zu merken. Dürren, schlechte Ernten und der ansteigende Meeresspiegel rauben die Lebensgrundlage unzähliger Menschen.

Wir glauben nicht an einen ökologischen Kapitalismus, denn ständiges Wirtschaftswachstum und Überproduktion sind seine Grundlagen, aber mit dem Klimaschutz nicht vereinbar. Solange wir zulassen, dass die oberen 1% aus der Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt Profit schlagen, solange wir zulassen, dass sie die Ressourcen, die uns allen gehören rauben und verschwenden, solange werden wir die Klimaziele nicht erreichen. Wir müssen ein neues Gesellschaftssystem entwickeln. Ein Gesellschaftssystem, dass nicht auf Profitdenken und Konkurrenz, sondern auf Solidarität und gegenseitiger Hilfe basiert.

Netto null CO2 Emissionen bis 2030 ist das absolute Minimum. Viel mehr fordern wir Netto null CO2 bis 2025. Dennoch begrüssen wir den Schritt als einen in die richtige Richtung. Auf jeden Fall darf man sich nicht darauf ausruhen. Wir müssen noch aktiver werden und den Druck auf die Politik und die Wirtschaft überall auf der Welt erhöhen, um die Auslöschung aller Lebewesen auf der Erde zu verhindern.

System change not climate change

MM: Erfolgreiche Demo für ein solidarisches Klima in Luzern

Am Samstag, 27. April 2019 gingen in Luzern rund 400 Personen für ein
solidarisches Klima auf die Strasse. Obwohl die Organisator*innen, die
Gruppe RESolut und der Verein solidarisches Luzern, die Klimastreiks
ausdrücklich unterstützen, glauben sie, dass der Klimawandel nicht
isoliert betrachtet werden kann, sondern in den Kontext der
herrschenden Umstände, nämlich dem Kapitalismus und der
Nationalstaaten gestellt werden muss.

Fest beim Pavillon und Umzug durch die Stadt
Nach vier Jahren Unterbruch fand die alternative 1. Mai Demo dieses
Jahr zum sechsten Mal statt. Das Fest begann bereits um 14 Uhr beim
Kurplatz/ Pavillon. Um 15:45 setzte sich der bewilligte
Demonstrationszug dann in Bewegung. Er zog via Löwenplatz in die
Hertensteinstrasse und von da in die Rössligasse. Nach dem Überqueren
der Rathausstegs führte die Route über den Hirschengraben und die
Winkelriedstrasse zum Helvetiaplatz und anschliessend über die
Bahnhofstrasse und die Seebrücke zurück zum Pavillon. Beim Pavillon
spielten dann noch lokale Bands bis um 22 Uhr.

Organisator*innen sind zufrieden
Rund 400 Personen trotzten bei der ca. 8 Stündigen Kundgebung am
Samstag dem schlechten Wetter. Damit seien die Organisator*innen sehr
zufrieden. Es „stelle eine gute Basis für weitere Aktionen dar“ sagt
die Mediensprecherin Mira Frei. Nun rufe die Gruppe RESolut zu einer
offenen Sitzung am 2. Juni auf, wo weitere Aktionen geplant werden
sollen und auch der Verein für ein solidarisches Luzern wird seine
Aktivitäten fortsetzen.

Wir glauben nicht an einen klimafreundlichen Kapitalismus
Mira Frei ist überzeugt davon, dass es keinen klimafreundlichen
Kapitalismus gebe. Überproduktion und stetiges Wachstum seien
Systemimmanent. Sie würden die Umwelt und somit die Lebensgrundlage
aller Lebewesen auf der Welt zerstören. Denn auch darum geht es den
Organisator*innen: „Wir wollen aufzeigen, dass der Klimawandel und die
Not der Menschen eng miteinander verknüpft sind, denn der Klimawandel
trifft vorerst vor allem die ärmsten Menschen auf der Welt.“

MM: Demo für ein solidarisches Klima in Luzern

Auf Grund des Klimawandels werden weltweit mittelfristig um die 250 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen sein. Bereits heute ist die wegen des Klimawandels entstandene Not in verschiedensten Regionen der Welt sichtbar – ob in der Sahelzone, in Bangladesch oder in Indonesien – und bereits heute flüchten wegen des Klimawandels jährlich 20 Millionen Menschen. Denn anhaltende Dürren, Überschwemmungen und das Versalzen von Ackerflächen zerstören den Lebensraum von Millionen Menschen und rauben ihnen ihre Existenzgrundlage. Hunger, Armut und neue Konflikte sind die Folgen.

Die dem Kapitalismus inhärente Konkurrenz und die dadurch bedingte Profitorientierung führen notwendigerweise zur steten Vergrösserung des Angebots von Waren und zu einer steten Überproduktion derselben. Massen von Waren werden im Kapitalismus ausschliesslich zwecks Profitmaximierung produziert – Massen von Waren, die keinem Bedürfnis entsprechen, auch wenn die Werbung sich alle Mühe gibt, solche Bedürfnisse zu generieren – und der grösste Teil davon landet nach wenigen Monaten oder Jahren auf dem Müll oder wird wegen der Überproduktion direkt vernichtet – zwecks Preisstabilität.

Der Kapitalismus ist zerstörerisch – in vielerlei Hinsicht. Der Klimawandel und die damit verbundene Not und Flucht Millionen von Menschen sind nur eine Folge des Kapitalismus. Denn der Kapitalismus bewirkt auch stets direkt Armut, Abhängigkeit und Unterdrückung von Milliarden Menschenweltweit und führt immer wieder zu Kriegen und Krisen.

In diesen Krisen werden Massen von Arbeitsplätzen zerstört, damit das Kapital und der Reichtum gerettet werden können. Auch die Finanzkrise 2008 verdeutlichte dies. Die Schere zwischen reich und arm wird immer grösser. Denn der Reichtum und die Macht der einen, ist die Armut und die Abhängigkeit der anderen.

Auch die Schweiz, die sich für ihre Werte gerne rühmt, legitimiert durch ihre Gesetzgebung diese zerstörerische kapitalistische Ordnung, stärkt und forciert durch ihre Gesetze die weltweite Ausbeutung von Mensch und Natur, lässt die hier ansässige Rüstungsindustrie seit Jahrzehnten Waffen und Kriegsmaterialien an diktatorische Regime exportieren, bietet verbrecherischen Unternehmen und Banken einen steuergünstigen Ort für ihren Firmensitz, entzieht durch ihre Politik Menschen in den Staaten der so genannt Dritten Welt jährlich Millionen Dollars und schürt Armut und Konflikte in der Welt. Allein der Finanzplatz Schweiz produziert x-mal so viele Treibhausgase als der Rest der Schweiz.

Profitorientierung ist gerade das Gegenteil von Bedürfnisorientierung. Der Kapitalismus ist zwar wandelbar, doch seine Probleme können nicht behoben werden. Denn diese Missstände sind nicht zufällige Erscheinungen des Kapitalismus: Sie sind dem System inhärent. Denn sie sind die notwendige Folge der Konkurrenz und der damit verbundenen Profitorientierung. So können auch die Unterdrückung und Ausbeutung nicht beseitigt, sondern lediglich ausgelagert werden – damit die grösste Not hier nicht mehr so gut sichtbar ist und der Kapitalismus weiterhin ungestört funktionieren kann.

Doch zum Glück werden von kritischen Menschen diese weltweiten Missstände, das Leid, die Unterdrückung und die Ausbeutung dennoch gesehen. Sie werden gesehen und sie werden bekämpft: Der Kapitalismus muss überwunden und eine solidarische Gesellschaft aufgebaut werden. Der Aufbau einer solidarischen Gesellschaft – einer Gesellschaft, die die Menschheit und die Natur achtet, einer Gesellschaft, die fern von Unterdrückung und Ausbeutung ist – ist die konsequente und notwendige Forderung. Sie ist nicht extrem. Extrem wäre im Gegenteil das Festhalten am kapitalistischen System, das die Ressourcen der Welt plündert, die Natur zerstört und Menschen ausbeutet und unterdrückt. Das Festhalten am Kapitalismus wäre extrem – denn es wäre realitätsfern und gefährlich.

Daher rufen wir auf zur Demonstration für ein solidarisches Klima!

MM: Brabeck-Letmathe not welcome

Der Nestlé-Konzern ist weltweit der grösste Lebensmittelkonzern und grösster Abfüller von Trinkwasser. Alleine mit dem Geschäft mit Wasser erwirtschaftete Nestlé im Jahr 2018 einen Gewinn von 1 Milliarde Fr. „Wasser ist ein Lebensmittel. So wie jedes andere Lebensmittel sollte es einen Marktwert haben,“ sagte 2005 Peter Brabeck-Letmathe, langjähriger Nestlé-CEO, danach Verwaltungsratspräsident von Nestlé und seit 2017 Chairman Emeritus der Nestlé S.A. „Wasser braucht das liebe Vieh – hollara und hollari,“ meinte er. Zynischer geht es wohl kaum mehr, meinen wir.

Der Nestlé-Konzern stand in den vergangenen Jahrzehnten trotz seiner grössten Bestreben, ein sauberes Image zu haben, immer wieder in Kritik: wegen des Vorwurfs zahlreicher Menschenrechtsverletzungen und Kinderarbeit, verschmutzter Nahrungsmittel, gentechnisch veränderter Nahrungsmittel, seiner aggressiven Babymilchpulver-Taktik in afrikanischen Staaten, wegen der umweltschädlichen Nespresso-Kapseln, der Umweltverschmutzung durch die Milliarden Plastikflaschen, des Abfüllens von Trinkwassers in trockenen oder sehr armen Gebieten, des horrenden Preises des nahezu gratis abgefüllten Trinkwassers – sprich: Gewinnmaximierung auf Kosten der Menschen und der Umwelt.

Trotz seiner umstrittenen Haltung wurde Peter Brabeck-Letmathe am Luzerner Menschenrechtsforum 2009 eine Bühne zum Thema Wasser und Menschenrechte geboten, dies sogar einseitig: Ein kritisches Referat der Gegenseite gab es nicht. Statt dessen ging die Polizei restriktiv gegen Demonstrierende vor. Nun ist Brabeck-Letmathe wieder Gast in Luzern, an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern.

Brabeck-Letmathe war in den vergangenen Wochen wieder vermehrt in den Medien wegen seines neuen Amtes als Stiftungspräsident der Geneva Science and Diplomacy Anticipator – einer von Bundesrat Ignazio Cassis initiierten Stiftung. Die Stiftung solle Wissenschaft und Diplomatie näher zusammenbringen, wobei wohl eher Nestlé und das politische Machtzentrum zusammengebracht werden: Die Verbandelung von Politik und Wirtschaft wird somit noch enger werden und dabei sogar unterstützt werden mit Steuergeldern von mehreren Millionen Franken als Startkapital.

„Wir haben noch nie so gut gelebt, wir hatten noch nie so viel Geld, wir waren noch nie so gesund“, sagte Brabeck-Letmathe. Es ist mehr als fraglich, ob das die Menschen in jenen Staaten unterschreiben würden, die unter den Geschäftspraktiken von Nestlé zu leiden haben. Das „N“ in „Nestlé“ steht nicht für nachhaltig – und das „B“ in „Brabeck“ nicht für bedürfnisorientiert. Peter Brabeck-Letmathe wird am 19.3.2019 um 18.15 Uhr „für mehr Rechtssicherheit zur Stärkung des Investitionsstandorts Schweiz“ plädieren, wie es auf der Website der Universität Luzern heisst. Rechtssicherheit? Für wen soll es sicherer werden? Es ist bloss ein Euphemismus für eine knallharte kapitalistische Wirtschaftspolitik. Wir brauchen keine noch grössere Stärkung des Investitionsstandorts in diesem bekannten Sinne. Wir brauchen viel mehr eine nachhaltige, solidarische Politik, eine Politik, die das Ende der Armut und der Ausbeutung von Mensch und Natur ermöglicht.

RESolut