RESolut fordert Absage der Luzerner Wohlfühl Tage

Sehr geehrte Damen und Herren der Messe Luzern AG,
sehr geehrte Medienschaffende,

 

Vom 1. bis 4. September sollen in der Luzerner Messe Allmend die sogenannten «Wohlfühl Tage» stattfinden. Hinter einem harmlos klingenden Namen verstecken sich Esoterik, Extremismus und Betrügerei. RESolut ruft die Vermieter*innen der Luzerner Messe, die Luzerner Messe AG, dazu auf, ihre Hallen nicht für diese Scharlatane zur Verfügung zu stellen.

Zu den Gästen:

Patric Pedrazzoli

Ist einer von zahlreichen Heiler*innen an den Wohlfühltagen. Auf seiner Homepage gibt er Heilversprechen ab. So schreibt er: «Bereits durfte ich tausende von Menschen behandeln und dabei kleine und grosse Wunder erleben. Chronische Krankheiten wurden stark gelindert oder verschwanden sogar vollständig. Von mir behandelte Menschen erlebten Heilung von Parkinson und Krebs, Blinde konnten wieder sehen und chronische Schmerzen sowie Depressionen und Burnouts verschwanden.»[1]

Daniele Ganser

Der vor längerer Zeit gefallene Historiker Daniele Ganser ist einer der Verschwörungstherotiker*innen, die vorgeben nur Fragen zu stellen. «Tatsächlich aber stellt Ganser Suggestiv­fragen, reisst Zitate und Bildquellen aus dem Zusammen­hang und verschweigt alles, was nicht in sein Argument passt.»[2] Ganser fiel zwar selber nie rassistisch oder antisemitisch auf, allerdings hat er auch keine Berührungsängste. «So veröffentlichte Compact, eines der wichtigsten Organe der Neuen Rechten, einen Dialog zwischen Ganser und Karl-Heinz Hoffmann, dem Gründer einer neonazistischen Wehrsport­gruppe, die bereits 1980 verboten wurde.»[3]

Steffen Lohrer

Auf seiner Homepage behauptet Lohrer, dass sein Freund von einem Heiler im Dschungel Südamerikas von Tumoren bzw. Metastasen geheilt wurde. Er vermittelt, dass er diese Heilkraft auch besitzt[4]

Priska Simatha Wyss

Hat mit ihrem Gesang ein lukratives Einkommen gefunden. Sie schreibt: «Es können Seelenblockaden / Traumas aus dieser oder früheren Inkarnationen aufgelöst werden.» Für eine Stunde kassiert sie CHF 135.-, eine Sitzung dauere in der Regel 90 min, kostet also CHF 200.-. «Sie kann auch länger dauern, je nachdem, was sich zeigt und welche Themen du mit mir besprechen möchtest. Sie ist direkt in bar oder via TWINT zu begleichen.»[5] Immerhin schreibt sie, dass ein Termin bei ihr keinen Arztbesuch ersetze.

Patrick Kammerer (SEOM)

Stolze Preise verlangt auch der bayrische Rapper Patrick Kammerer. Für Konzerttickets in Deutschland verlangt er Euro 34.-, für solche in der Schweiz sogar Euro 45.-[6]. Das Geschäft scheint zu laufen. Karten für zahlreiche Shows werden in seinem Shop angeboten. Das Hamburger Abendblatt titelte: «Wohlfühlesoterik mit stolzem Preis.»[7]

Gianni Balducci

Der «Heiler» Gianni Balducci gibt die Schuld für Misserfolg seiner «Therapie», die im Übrigen wie die der anderen «Heiler*innen» nicht über die Krankenkasse abgerechnet werden kann, gleich selbst. «Sie werden unterstützt, wo Bereitschaft da ist, wo Veränderung geschehen darf.»[8]

Susan Froitzheim

Ist ein «Medium für Jenseitskontakte» aus Deutschland. Für eine 35-minütige Skypesitzung kassiert sie 189 Euro[9].

Bruno Erni

Gleich CHF 300.- kostet eine einstündige Sitzung beim Energie-Coach Bruno Erni[10] und Bruno Erni rechnet mit vielen Behandlungen: «Es vereinfacht die Heilung, wenn der Klient offen ist. Spürt ein Klient nach ca. 5 Behandlungen keine Verbesserung, sollte eine andere Heilmethode gewählt werden.»[11] Seine Heilmethode nennt er «mentale Aurachirurgie».

Birgit Fischer

Gesalzene Preise verlangt auch die Österreicherin Brigit Fischer[12]. Ausserdem vermittelt sie, dass ihre Therapie auch bei Krankheiten wie z.B. Krebs oder Trauma helfe[13].

Peter (Menschensohn) Fitzek

Peter Fitzek ist Reichsbürger und der Gründer des Königreich Deutschland. Die Reichsbürgerbewegung wird vom deutschen Verfassungsschutz überwacht[14] und fiel zuletzt vor allem durch den Sturm auf den Reichstag während den Corona Protesten 2020 auf[15]. In diesem Zusammenhang ist auch die Nähe zur rechtsextremen Szene auffällig. So schreibt die Konrad Adenauer Stiftung: «Und schließlich gehören zu der Bewegung auch klassische Rechtsextremisten und Rechtsextremistinnen. Die Bundesrepublik Deutschland gilt ihnen als „Diktat der Siegermächte“, das man zugunsten eines „Deutschen Reiches“ im deutsch-nationalistischen oder nationalsozialistischen Sinne überwinden will.»[16]

Im Dezember 2019 schrieb die Frankfurter allgemeine: «Das Landgericht Dessau-Roßlau hat den selbst ernannten „König von Deutschland“, Peter Fitzek, wegen Fahrens ohne Führerschein und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt.» und weiter: «In den vergangenen Jahren beschäftigten sich diverse Gerichte mit dem Deutschen. Fitzek akzeptierte die Urteile nie. Es ging etwa um unerlaubtes Betreiben von Bankgeschäften, Untreue und Verstöße gegen das Versicherungsaufsichtsgesetz.»[17] Peter Fitzek hat nämlich eine eigene Bank, Versicherung und Rentenkasse gegründet. Was mit dem Geld passiert, dass seine Anhänger*innen einzahlen, bleibt fraglich.

Fazit

Die Wohlfühl Tage haben ihren Namen nicht verdient. Passender wäre der Name Abzocker*innen Tage. Viele der Referent*innen bieten Heilung durch übersinnliche Kräfte oder Kontakt zu diesen an und ködern so verzweifelte Personen, die oft ohnehin schon nicht viel Geld haben. Solche Praktiken sind aber nicht nur schändlich, weil sie den Menschen das Geld aus der Tasche ziehen. Sie können bis zum Tod führen, wenn sie bei Menschen mit schweren Krankheiten wie etwa Krebs angewendet werden, da sie echte Therapieformen verzögern oder verhindern, wie ein Beispiel aus dem Allgäu zeigt.[18] Diese Geschäfte gehören verboten und nicht gefördert in der Allmender Messe.

 

Freundliche Grüsse

 

RESolut

 

[1] https://patric-pedrazzoli.ch/profil/

[2] https://www.republik.ch/2019/04/13/die-methode-ganser

[3] https://www.compact-online.de/compact-streitgespraech-verwischt-vertuscht-verraten/

[4] https://www.lohrer-coaching.de/selbstheilung/

[5] https://seelenklang.ch/coaching/#

[6] https://seommusic.de/seom-shop/

[7] https://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article235469805/Seom-im-Kulturwerk-Wohlfuehlesoterik-mit-stolzem-Preis.html

[8] https://gianni-balducci.ch/angebot/einzelsitzungen/

[9] https://www.susan-froitzheim.de/jenseitkontakte

[10] https://www.brunoerni.com/termin-online-buchen/

[11] https://www.brunoerni.com/termin-online-buchen/

[12] https://powersoul.at/

[13] https://powersoul.at/session/mediumship-training/

[14] https://www.verfassungsschutz.de/DE/themen/reichsbuerger-und-selbstverwalter/reichsbuerger-und-selbstverwalter_node.html

[15] https://www.welt.de/politik/deutschland/article233360633/272-Ermittlungsverfahren-nach-versuchtem-Sturm-auf-den-Reichstag.html

[16] https://www.kas.de/de/web/extremismus/rechtsextremismus/reichsbuerger

[17] https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/mutmasslicher-reichsbuerger-peter-fitzek-muss-in-haft-16546162.html

[18] https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Krebstod-einer-Zwoelfjaehrigen-Wunderheiler-versprach-Hilfe-und-Susanne-starb-doch-id7178061.html

Transpiaktion beim ST. Anna

Heute Morgen haben Aktivist*innen der ausserparlamentarischen, linken Gruppierung RESolut in der Nähe der Hirslandenklinik St. Anna ein Banner mit der Aufschrift «Sichere Medizin statt christlichem Fundamentalismus – Das St. Anna muss sichere Abtreibungen ermöglichen» aufgehängt. Damit wollen wir darauf aufmerksam machen, dass die Klinik bis heute keine elektiven Schwangerschaftsabbrüche durchführt.

Die Hirslandenklink ST. Anna hat eine über hundert Jahre alte Geschichte. 1911 wurde das Sanatorium ST. Anna im Schloss Bramberg eröffnet und zog 1918 zum heutigen Standort am Luzerner Stadtrand um. Die Presse betitelte die Eröffnung: «Eine Zierde der Stadt Luzern und ein Denkmal der Menschenliebe». Mit der Menschenliebe ist es aber weit her. Bis heute gilt im Krankenhaus eher christlicher Fundamentalismus. Denn als die Privatklinikgruppe Hirslanden die Klinik 2005 übernahm, musste sie den ST. Anna Schwestern versprechen bis in alle Ewigkeiten keine Abtreibungen vorzunehmen. Dieses Versprechen halten sie bis heute ein, mit Ausnahme von Fällen in denen das Leben der schwangeren FLINTA-Person und des Fötus bedroht ist (Siehe: https://www.medinside.ch/de/post/warum-diese-hirslanden-klinik-keine-abtreibungen-durchfuehrt)

Dieses reaktionäre, vertraglich abgemachte Versprechen muss aufgehoben werden. Denn Abtreibungsrecht ist FLINTA-Recht. Überholte, fundamentalistische Weltbilder dürfen keinen Platz in der modernen Medizin haben und die freie Arztwahl muss auch im Falle einer Abtreibung gewährleistet sein.
FLINTA Personen zu zwingen ungewollt Kinder zu bekommen widerspricht unter anderem dem Recht auf Gesundheit, körperliche Integrität sowie dem Recht auf Gewissensfreiheit und dem weltweit anerkannten Recht auf selbstbestimmte Mutterschaft. Es ist symptomatisch für eine patriarchale Gesellschaft, dass die Gesellschaft den FLINTA Personen diktieren will, wie sie ihr Leben auszurichten haben. Dieses Denken muss unbedingt durchbrochen werden.

Ebenfalls kritisieren wir, dass freiwillige Unterbindungen gerade jungen FLINTAs quasi verunmöglicht werden. Ein fortschrittlicherer Umgang in der Praxis würde vielen das Leben erleichtern.

Nein zum Krieg in der Ukraine

Nein zu Putin, Nein zur NATO

Am Donnerstagmorgen haben in der Ukraine die Kampfhandlungen begonnen. Wir verurteilen diese aufs Schärfste. In diesem Konflikt zwischen Russlands Putin und der NATO können wir uns nur auf die Seite der Zivilbevölkerung stellen, welche unter den Kriegsgelüsten der beiden Parteien leidet. Schon jetzt sind erste Todesopfer in der Zivilbevölkerung zu beklagen. Aber nicht nur diese Opfer sind zu beklagen, sondern auch der Verlust von Menschenleben in beiden Armeen. Die Soldat*innen sind die traurigen Bauern, die in diesem Krieg als Erstes geopfert werden. Seien sie in der Armee aufgrund der Wehrpflicht oder weil sie sonst keine Perspektive in ihrem Leben haben, anerkennen wir sie als unsere Brüder und Schwestern.

Die Soldat*innen sind aber nicht nur hilflose Bauern in diesem Konflikt. Sie sind auch die ersten, die diesen Konflikt aufhalten können, indem sie die Waffen niederlegen. Dazu rufen wir sie solidarisch auf. Auch die übrigen Arbeiter*innen der Kriegsindustrie rufen wir dazu auf, ihre Arbeit niederzulegen. Kriege waren schon immer Wirtschaftsmotoren. Spielen wir dieses Spiel nicht mit. Wenn auf die Führer*innen der Politik kein Verlass ist, muss sich die Zivilbevölkerung organisieren! Nicht nur in irgendeiner Form involvierte Personen müssen handeln, sondern alle sollen sich an Protestaktionen gegen die Kriegstreibenden Parteien beteiligen! Lassen wir den Herrschenden keine Ruhe!

Putins fehlendes Demokratieverständnis und seine Allmachtsphantasien sind allgemein bekannt. Die NATO steht ihm aber in nichts nach. Gerade der aktuelle Konflikt zeigt, dass Frieden nicht mit Armeen, sondern mit konsequenter Abrüstung geschaffen wird. Wir brauchen keine starken Armeen, wir brauchen KEINE Armeen. Ausserdem vergessen wir nicht den feigen Verrat einzelner NATO-Partnern an der kurdischen Bevölkerung in Nordsyrien. Sobald die Herrschenden keine Vorteile mehr für sich gesehen haben, liessen sie die Bevölkerung im Stich. Einmal mehr haben die NATO-Partner, allen voran die USA, keinen Frieden geschaffen.

Auch auf die Schweiz ist kein Verlass, was den Widerstand hier unerlässlich macht. Wir lehnen die Sanktionen gegen die russische Zivilbevölkerung ab. Nicht sie ist verantwortlich für diesen Krieg, sondern die herrschenden Politiker*innen in Russland. Diese müssen die Sanktionen treffen. Es ist bezeichnend für die bürgerliche Politik der Schweiz, dass diese fürs Erste die Sanktionen gegen die Herrschenden in Russland nicht mittragen will. Gerade das Einfrieren von Konten russischer Politiker*innen und Kriegstreiber*innen wäre aus unserer Sicht eine angemessene Reaktion auf den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine. Aber das will die Schweiz nicht. Das Elend in der Zivilbevölkerung ist den Bürgerlichen egal, solange wortwörtlich der Rubel rollt. Die Grenzen für Finanzflüsse sollen offenbleiben. Gleichzeitig wird der Grenzschutz ausgebaut, um die Betroffenen dieser geklauten finanziellen Mittel, die in der Schweiz versteckt werden, auszusperren. Die Schweiz muss Geflüchtete aus der Ukraine und dem Rest der Welt aufnehmen, deren Flucht die direkte Folge der Schweizer Finanzpolitik, Umweltpolitik und des Waffenhandels sind.

 

Nie wieder Krieg!  Für den Frieden!

RESolut

WEF 2021

The World Econimic Forum will take place from 18 to 21st May 2021 on Bürgenstock near Lucerne we are currently planing the protests and will keep you up to date here https://resolut.noblogs.org/wef-2021/

Kundgebung und Transpikette Wir haben Platz

Treffpunkt 18.00 Uhr Bahnhofplatz Luzern
Gemeinsames Singen + Kundgebung
Danach bilden wir eine Transpi-Kette an der Bahnhofstrasse
Bringt Masken und Transpis (Plakate mit Eurer Botschaft) mit!
———————————————————————————————
Moria brannte – und die Schweiz verharrt in Scheinheiligkeit.
Der Bund entschied, 20 flüchtende Kinder aufzunehmen und Hilfsgüter zu schicken.
Ein winziger Schritt in die richtige Richtung.
Doch er bleibt nichts als ein Tropfen auf dem heissen Stein.
Weiterhin leben über 12’000 Menschen auf den Strassen von Lesbos, sind Hunger, Durst, Gewalt und Krankheit ausgesetzt.
Die Stadt Luzern hat sich bereit erklärt, Flüchtende aufzunehmen, aber der Kanton weigert sich, den Bund zur Aufnahme aufzufordern.
Der Kantonsrat hat die Standesinitiative zur Aufnahme von Menschen auf der Flucht abgelehnt.
Liebe Politiker*innen, wo hat sich Eure Menschlichkeit versteckt?
Es ist höchste Zeit, aus dem eigenen Verantwortungsbereich rauszukriechen.
Für den Ausbau des Wohlstands scheut die Schweiz nicht, den Arm über die Landesgrenzen zu strecken und sich zu bedienen. Höchste Zeit, den Arm auch für die humanitäre Krise auszustrecken, die sie mit der Gier mitverursacht hat.
Es ist möglich. Wir haben Platz.
Wir singen, um uns an die Menschlichkeit zu erinnern.
Wir bilden eine Kette, um zu zeigen: Solidarität geht anders.
Kein Mensch ist illegal!
———————————————————————————————
Oh, du schöns Schwiizer Land – nach der Melodie von „Lueget vo Bärge und Tal“
Oh, du schöns Schwiizer Land
brengsch üs no ome Verstand
20 minderjährigi Seele
länged ned för üse Frede
Moria brönnt emmer no
send üsi Wärt schon vercho
mer säged nei, ned eso.
Oh, du schöns Schwiizer Land
d’Angscht hed dech fescht i de Hand
Ziit esch jetzt cho zom Verwache
muetig z’sii ond eifach z’mache
Chömmer no Mönsche sii?
Trouemer Mönsche z’sii?
Muet jetzt zom Mönsche sii!

Black Lives Matter Demo in Luzern

Nach Protesten in den USA, auf der ganzen Welt und in zahlreichen Städten in der Schweiz, wird nun auch eine Demo in Luzern stattfinden. Wir solidarisieren uns mit den Protesten in den USA und gehen auch gegen strukturellen Rassismus und rassistische Polizeigewalt in der Schweiz auf die Strasse. Die Demo in Luzern soll bewilligt stattfinden, so können alle mitlaufen. Die Organisator*innen haben dazu ein Bewilligungsgesuch und ein Corona-Schutzkonzept eingereicht. Ein Gespräch mit der Stadt sei positiv verlaufen. Um sicherzustellen, dass nicht mehr als 300 Personen teilnehmen, wird der Besammlungsplatz abgesperrt und Zutrittskontrollen durchgeführt. Ausserdem müssen die Teilnehmer*innen ihre Kontaktdaten angeben um die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten.

Die Demonstration wird sich um 14:00 Uhr auf dem Bahnhofplatz besammeln. Die Route führt anschliessend durch die Neustadt und endet wieder auf dem Bahnhofplatz.

Paradoxe Situation für die Organisator*innen

Normalerweise würde man mit möglichst vielen Teilnehmenden  ein Zeichen setzen.  An der Demo am Samstag dürfen jedoch nicht mehr als 300 Personen teilnehmen. «Aufgrund der aktuellen Covid-19 Situation bitten wir interessierte Menschen, People of Color den Vortritt zu lassen und die Demo wieder zu verlassen, sollten mehr als 300 Personen zur Besammlung kommen» sagt eine Veranstalterin. Solidarität könne man mit einem Transparent oder einem Plakat immer und überall zeigen.

Anstehende Veranstaltungen

Es stehen viele Veranstaltungen an. Wir freuen uns darauf euch zu treffen.

6.9.2019 Kundgebung gegen Ilisu Staudamm

https://www.facebook.com/events/2347765718807635/

7.9.2019 Gemeinsam an die Rojava Demo in Basel

https://www.facebook.com/events/631836730671979/

14.9.2019 Gemeinsam an die Gegenproteste gegen den Marsch fürs Läbe in Zürich

https://www.facebook.com/events/732945647160630/

15.9.2019 Offene Sitzung – wir brauchen euch!

https://www.facebook.com/events/2135189306781032/

16.9.2019 Adbusting Workshop

https://www.facebook.com/events/3273590159348266/

21.9.2019 RESOLUT FEST

https://www.facebook.com/events/382484355983742/

 

 

 

HILFE!

Liebe Freunde

Wir brauchen dringend Verstärkung um noch mehr und noch grössere Aktionen zu organisieren.

Kommt zu unserer Sitzung am So, 4. August 2019 um 15:00 Uhr im RÄZEL – Horwerstrasse 14 6005 Luzern

DEMO – ein solidarisches Klima aufbauen

DEMODEMODEMO — 27. April 2019 — DEMODEMODEMO

Gemeinsam auf die Strasse für ein solidarisches Klima

Während die Jahresdurchschnittstemperaturen immer weiter ansteigen, wird das soziale Klima immer kälter – weltweit, in Europa wie auch in der Schweiz: Sozialabbau, Jobverlust wegen Profitsteigerung und steigende Franchisen sind nur einige Beispiele dafür, wie Einkommensschwache für das Versagen der bürgerlichen Politik und der Reichen hierzulande bezahlen müssen. Nur zu gut sind uns die Milliarden teuren Bankenrettungen von 2008 in Erinnerung, während sich die Arbeitssituation für die Bevölkerung massiv verschlechtert hat.

Gegen die Zerstörung unserer Umwelt

Aber das kapitalistische System bewirkt durch seine Gier nach mehr Profit nicht nur die Not und Unterdrückung Milliarden Menschen auf der Welt, sondern bewirkt durch seine systemimmanente Forderung nach mehr Wachstum und mehr Produktion auch die Zerstörung der Umwelt und den Wandel des Klimas. Auftauende Permafrostböden, Dürre und Überschwemmungen bedrohen uns Menschen. Besonders hart trifft dies die Ärmsten der Welt. Auf Grund des Klimawandels werden mittelfristig zwischen 50 Mio. bis 250 Mio. Menschen zur Flucht gezwungen sein, neue Konflikte entstehen und somit Armut, Hunger und Not auf der Welt noch mehr zunehmen.

Wir dürfen uns nichts vormachen. Die Politik hat versagt. Sie hat die letzten Jahrzehnte nicht gehandelt und wird es auch in der Zukunft nicht freiwillig tun, da die grosse Mehrheit das System, von dem sie profitiert, unterstützt.

Die Schweiz macht mit

Nicht nur grosse Staaten wie die USA, China oder Deutschland sind verantwortlich am sozialen und metrologischen Klimawandel. Auch die Schweiz stärkt und forciert durch ihre Gesetze die weltweite Ausbeutung von Mensch und Natur, lässt die hier ansässige Rüstungsindustrie seit Jahrzehnten Waffen und Kriegsmaterialien an diktatorische Regime exportieren, bietet verbrecherischen Unternehmen einen steuergünstigen Ort für ihren Firmensitz, lässt die Banken das Geld von korrupten Politiker*innen und Diktatoren horten und entzieht durch ihre Politik Menschen in den Staaten der so genannt Dritten Welt jährlich Milliarden Dollars.

Für eine echte Alternative zum herrschenden System

Rechte Populisten versuchen, für bestehende Ungerechtigkeiten einfache Lösungen vorzuschlagen. Anstatt sich um Alternativen zu kümmern, konzentrieren sie sich auf ausländerfeindliches Flüchtling-Bashing und lenken so von den echten Problemen ab. Auch wenn sich SVP, AfD und Co. als Vertreter einer (immer kleiner werdenden) Mittelschicht ausgeben, erkennt man hinter ihrem Rassismus die Politik der Reichen und Mächtigen, deren einziges Ziel es ist, die herrschenden Umstände zu konservieren, um weiter nach ihrem persönlichen Profit zu gieren.

Wir müssen gegenüber Personen, die Macht über uns oder andere ausüben wollen, Personen, die den Profit über die Unversehrtheit von Mensch und Natur stellen, kritisch sein. Wir müssen uns zusammensetzen, echte Alternativen diskutieren und aus der Basis eine Gegenmacht aufbauen. Wir müssen die herrschenden Verhältnisse überwinden, denn das Einzige, was der Kapitalismus verlässlich produziert, sind Armut, Krisen und Kriege.

Gemeinsam können wir eine Welt schaffen, die frei von Unterdrückung der Menschen und Zerstörung der Umwelt ist, eine Welt frei von Ausbeutung. Wie diese Welt genau aussehen soll, wissen wir noch nicht. Es gab im vergangenen Jahrhundert immer wieder Versuche, eine Alternative zu leben. In der frühen russischen Revolution, dem Aufstand der Kronstädter Kommunarden oder im kurzen Sommer der Anarchie in Spanien erkennen wir viel versprechende Ansätze, die leider immer wieder von macht- und profitgierigen Menschen zerstört wurden. Wir hoffen daher sehr, dass Rojava eine andere Zukunft vergönnt ist.

Wir haben keine Zeit zu verlieren

Wir stehen vor dem point of no return. Die gesetzten Klimaziele der Politik sind unzureichend und werden, wenn der aktuelle Kurs beibehalten wird, sogar noch verfehlt. Ja, wir alle können etwas gegen den Klimawandel unternehmen, aber machen wir uns nichts vor: Solange sich die Energieindustrie gegen erneuerbare Energien und die Autoindustrie gegen die Abschaffung fossiler Brennstoffe sträubt, solange die Profitmaximierung das Agieren der Wirtschaft bestimmt, solange also der Kapitalismus mit seiner Forderung nach mehr Wachstum und mehr Produktion nicht überwunden wird, kann der Klimawandel nicht aufgehalten werden. Wir müssen uns daher umso vehementer für die Überwindung des herrschenden Systems einsetzen und eine solidarische Gesellschaft erkämpfen.

Wer wenn nicht du, wann wenn nicht jetzt!

Schliesst euch uns an, lasst uns am 27. April 2019 gemeinsam auf die Strasse gehen! Treffpunkt ist um 14:00 Uhr beim Kurplatz/Pavillon in Luzern. Der Umzug startet um 15:30. Vor und nach dem Umzug wird es Konzerte, Essen und Getränke geben.