Luzern ist Bunt

Für den 11. September mobilisieren Coronaleugner*innen erneut zu einer Demo nach Luzern. Die letzten Monate haben gezeigt, dass längst nicht nur ihr organisierter Neo-Nazi-Anhang problematisch ist. Auch unter den anderen Schwurbler*innen gibt es Antisemit*innen und gewaltätige Rassist*innen. Die Angriffe von zwei Schwurblern mit Flaschen auf eine Person in #Ol2108 und eine Person in #LU3107 sind nur zwei Beispiele dafür.
Anne Frank-Fahnen, gelbe „ungeimpft“-Judensterne und andere holocaustverharmlosende Propaganda werden wöchentlich an ihren Demos durch die Strassen getragen. Die Schwurbler*innen und ihre Neo-Nazi-Freunde erhalten Narrenfreiheit von den Bullen. Im Gegensatz zu anderen Protestierenden, können sie wöchentlich unbewilligt demonstrieren, müssen sich nicht an Auflagen halten und können aus der Demo heraus Menschen angreifen und geniessen dabei Straffreiheit. Deshalb müssen wir uns selber organisieren!
Auch dieses Mal werden wir sie nicht ungestört durch Luzern laufen lassen! Wir rufen alle Menschen, die sich für eine solidarische Welt einsetzen, dazu auf, sich der rechten Hetze entgegenzustellen. Organisiert euch in Gruppen, und stören wir die Coronaleugner*innen und ihre Neo-Nazi-Freunde – kein Fussbreit den Faschisten! Seid kreativ und passt auf euch auf. Bleibt wachsam und achtet auf Ankündigungen.
Luzern ist solidarisch! Rassisten haben hier nichts zu suchen! Stehen wir zusammen auf gegen Rassismus und rechte Hetze! Antifaschismus ist Handarbeit!
Gemeinsam auf die Strasse – Antifa in die Offensive
!

 

Luzern ist Bunt!

Nach der Demo vom 12. Juni als Coronaleugner*innen Hand in Hand mit Nazis durch die Stadt zogen und friedliche Gegendemonstrant*innen von Faschos vor den Augen der Polizei angegriffen wurden, kam es kurz darauf zu einer Kranzniederlegung beim Schlachtdenkmal durch Neonazis am 10.Juli in Sempach. Dagegen wollen wir am Samstag 31. Juli mit einer bewilligten Kundgebung beim Pavillon am Quai in Luzern ein klares Zeichen setzen. Wir wollen nicht tatenlos zusehen wenn schweizerfahnenschwingende Patriot*innen und Neonazis ihre menschenverachtenden Ideologien in Luzern oder sonst wo unwidersprochen verbreiten können. Wir leben in einer vielfältigen, diversen Gesellschaft und stehen ein für ein solidarisches Miteinander. Auf dem Programm stehen verschiedene Redebeiträge und Musik von DJ AKU AKU. Das Bündnis Luzern ist bunt besteht aus der Gruppe RESolut, Seebrücke Schweiz, Feministischer Streik Luzern, dem kurdischen Kulturverein, SP Stadt Luzern, Juso Luzern, Junge Grüne Luzern, Antifa Luzern, Infoladen Romp und anderen Gruppen, Vereinen, Organisationen und engagierten Einzelpersonen. Tragt Maske und haltet Abstand.

Gemeinsam auf die Strasse gegen Faschismus und Verschwörungsmythen.
Wir protestieren dagegen, dass an den Corona-Demos Neonazis nicht nur toleriert werden, sondern dass sogar gemeinsame Sache mit ihnen gemacht wird.

Kommt alle am Samstag 31. Juli um 13.00 zum Pavillon am Quai in Luzern.

#LU3107

 

Luzern hält Abstand – Luzern ist solidarisch

Medienmitteilung: Luzern hält Abstand

Seit Monaten demonstrieren Verschwörungstheoretiker*innen in diversen Städten und Dörfern der Schweiz. Ihre Aktionen sind unbewilligt und Hygienemassnahmen werden nicht eingehalten. Dennoch werden die Demos geduldet. Es ist an der Zeit, dass sich die Zivilbevölkerung gegen dieses unsolidarische Verhalten wehrt.

Für den kommenden Samstag, 12. Juni rufen Corona Leugner*innen zur Demo in Luzern auf. Sie wollen sich um 13:30 auf dem Kapellplatz treffen.

Nebst kruden Theorien, die die Schwurbler*innen vertreten mischen sich auch immer wieder Rechtsextreme unter die Demoteilnehmer*innen und werden dort willkommen geheissen. Für beides ist in Luzern kein Platz, denn Luzern ist offen und solidarisch. Deshalb ruft, die ausserparlamentarische Linke Gruppe RESolut zum Gegenprotest auf.

Kommt nach Luzern und überlasst die Strassen nicht den Schwurbler*innen. Seid kreativ. Schützt euch mit Masken und haltet Abstand.

Auch in Luzern wird jeden Montagabend demonstriert am 10. Mai nahm unter anderem der bekannte Rechtsextreme Ignaz Bearth an der Demo teil, der Mitglied der Neonazi Partei PNOS war und für seine faschistische Gesinnung bekannt ist. Auch hier werden die Demos geduldet. Deshalb werden wir kein Gesuch für eine Gegenkundgebung einreichen. Da dies offensichtlich obsolet geworden ist.

Stattdessen rufen wir alle dazu auf ihre Häuser mit Transparenten und die Strassen mit Kreide zu verzieren und notfalls einen Demonstrationszug der Schwurbler*innen zu blockieren.

 

Erfolgreiche Black Lives Matter Demonstration in Luzern

700 Personen nahmen am Samstagnachmittag an einer Black Lives Matter Demo in Luzern teil.

Der Umzug startete um 14:30 Uhr auf dem Bahnhofplatz mit 300 Personen und zog danach durch die Zentralstrasse, Winkelriedstrasse und den Hirschgraben Nach einer Ansprache beim Regierungsgebäude führte die Demonstration durch die Bahnhofstrasse zurück zum Bahnhofplatz, wo die Demo nach etwa einer Stunde endete.

Menschen mussten weggeschickt werden

Auf Grund der aktuellen Covid 19 Situation waren an der Demonstration nur 300 Personen zugelassen. Die Organisatoren sind überwältigt von der Solidarität der Luzerner Bevölkerung. Zahlreiche Menschen mussten vom Besammlungsplatz weggeschickt werden. Sie wurden dazu ermuntert mit ihren Schildern an einem anderen Ort in der Stadt auf das Anliegen aufmerksam zu machen. Unterwegs bekundeten zahlreiche Zuschauer*innen immer wieder ihre Zustimmung zur Demonstration. Viele schlossen sich spontan dem Umzug an, so wuchs die Demo immer weiter

Solidarität und die Schweiz im Fokus

Nebstdem die Demonstrant*innen ihre Solidarität mit den weltweiten Protesten bekundeten, machten sie auch auf Missstände in der Schweiz aufmerksam. Racial Profiling, Nachteile auf dem Wohn- und Arbeitsmarkt, Polizeigewalt und Alltagsrassismus wurden thematisiert. Als Racial Profiling bezeichnet man das Agieren der Polizei anhand von Kriterien wie ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder nationaler Herkunft und nicht anhand konkreter Verdachtsmomente. Mindestens 18 Personen wurden in den letzten 20 Jahren bei Polizeikontrollen oder in Haft in der Schweiz getötet. Um ihnen und allen anderen durch die Polizei getöteten Menschen zu gedenken wurde am Schluss eine Schweigeminute gehalten.

Der Protest ist nicht zu Ende

Die Demonstrant*innen wollen weiter kämpfen. Sie wollen den Rassismus beenden. Das dies mit einer einzelnen Demo nicht geschafft ist, ist den Organisator*innen klar. Sie wollen deshalb weiter aktiv bleiben und auch in der Zukunft Protestaktionen organisieren.

 

MM: Spontandemo in Luzern

Liebe Medienschaffende

An einer Spontandemo in Luzern haben heute an die 300 Personen teilgenommen. Die Demo startete um 18:30 auf dem Mühlenplatz und führte nachher über den Löwengraben auf den Falkenplatz, zurück über die Weggisgasse und den Kornmarkt über die Reussbrücke und schliesslich über die Winkelried- und Bleichenstrasse ins Bleichergärtli, wo sich die bewilligte Demo gegen 19:45 auflöste.

Die Demonstrant*innen kritisierten den Umgang mit den Geflüchteten an der Türkisch-/Griechischen Grenze so wie die Situation der Geflüchteten im Allgemeinen. Ausserdem forderten sie die Öffnung der Grenzen sowie, dass die Schweiz zusätzliche Geflüchtete direkt aus Griechenland aufnimmt.

Die Demonstration war lautstark und friedlich. Immer wieder waren die Parolen: «Say it loud, say it clear, refugees are welcome here» sowie «Brick by brick, wall by wall, make the fortress Europe fall» zu hören. Letztere war auch auf dem Transparent, welches den Umzug anführte, zu lesen.

Ausserdem wurde folgender Text als Flugblatt verteilt und als Rede vorgelesen:

„Grenzen töten – Die Festung Europa niederreissen !

Am 28. Februar 2020 hat die Türkei die Grenze nach Griechenland geöffnet. Seitdem versuchen tausende Menschen auf See- oder Landwegen über die türkisch-griechische Grenze in die EU zu gelangen. Dort schiesst die griechische Armee mit Tränengas und Blendgranaten auf Geflüchtete. Mindestens ein Todesopfer ist offiziell bestätigt.

Auf der griechischen Insel Lesbos und dem dortigen Flüchtlingslager Moria ist die Situation ebenfalls eskaliert. Schutzsuchende, Journalist*innen und Mitarbeiter*innen von NGOs werden von Faschist*innen angegriffen. Rechte Bürgerwehren machen auf der ganzen Insel Jagd auf nicht-griechisch aussehende Menschen.

Die griechische Regierung hat das Asylrecht ausser Kraft gesetzt und nimmt keine Asylanträge mehr entgegen. Aus Nordsyrien fliehen unterdessen weiterhin Menschen aus einem Krieg, dem die europäischen Staaten tatenlos gegenüberstehen.

Und was macht Europa?

Das gleiche wie immer: Die EU schickt Soldaten der Grenzschutzagentur Frontex nach Griechenland. Und 700 Millionen Euro. Nicht um den Schutzsuchenden zu helfen, sondern um die Festung Europa dicht zu halten.

Auch die Schweiz spielt weiterhin ein dreckiges Spiel. Schweizer Banken investieren munter weiter in kriegstreibenden Staaten, die RUAG liefert Waffen in Krisenherde und Menschen werden abgeschoben, denen in ihren Herkunftsländern Verfolgung und Folter droht. Der Kanton Luzern schliesst derweil Asylunterkünfte wegen Unterbelegung anstatt neue Schutzsuchende aufzunehmen.

Stellen wir uns diesem menschenverachtenden Regime entgegen. Werden wir aktiv und zeigen wir den Herrschenden, dass unsere Solidarität stärker ist als ihre Abschottungspolitik.

Brick by rick, wall by walllet the fortress europe fall !“

 

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MM: Stoppt den Nazi Terror

Heute Abend haben wir beim Kreuzstutz ein Transpi mit der Aufschrift: «Stoppt den Nazi Terror in Hanau und überall» aufgehängt. Damit reagieren wir auf die 10 Morde eines Rechtsextremen im deutschen Hanau. Den Angehörigen der Opfer gilt unser herzlichstes Beileid.

Seit Jahren radikalisiert sich die rechtsextreme Szene in Europa und auf der ganzen Welt. Kaum ein Monat vergeht, in dem uns nicht Nachrichten von neuen Anschlägen mit Todesopfern erreichen. Auch wenn es in der Schweiz in letzter Zeit keine bekannten Morde mit faschistischem Hintergrund gab, spielt die Schweiz eine zentrale Rolle in der europäischen Szene. So dient die Schweiz als sicheres Hinterland für Neo Nazi Konzerte oder für Faschisten, die vor den deutschen Behörden untertauchen. Eine zentrale Rolle spielte die hiesige Nazi Szene auch bei den NSU Morden, für welche sie eine Waffe geliefert hat. Auch im Kanton Luzern fanden in den letzten Jahren regelmässig Konzerte und weitere Anlässe von faschistischen und Neonazistischen Gruppen statt.

Immer wieder wird Linke Agitation mit rechtsextremer Gewalt gleichgesetzt. Wer aber zum Beispiel die 10 Morde von gestern mit beispielsweise einer Sprayerei an der UBS gleichsetzt verharmlost rechtsextreme Gewalt und verhöhnt die Opfer ebendieser.

Schon viel zu lange wird der Kampf gegen menschenverachtende und demokratiefeindliche rechtsextreme Strukturen der Zivilbevölkerung überlassen. Es ist Zeit, dass auch der Kanton Luzern Farbe bekennt und nicht weiterhin auf dem rechten Auge blind ist.

RESolut Hardcore Fest

13.12.2019 SEDEL Luzern

20:00 VoküRetour ligne automatique
21:00 Film: Sad but trueRetour ligne automatique
22:00 Days of Cinder (Progessive Metal Core) LuzernRetour ligne automatique
23:00 Uratsakidogi (Black Metal Hip Hop) Moscow

Kommt, diskutiert und feiert mit uns!

URATSAKIDOGIRetour ligne automatique
Uratsakidogi or URATSAKIDOGI (Russian- Uratsakidogy ) is a Russian rock band based in Moscow and there awesome music is a mixture of several genres. Such as alternative rock, hardcore, grindcore, death metal, hard rock, punk, folk, avant-garde, noise, hip-hop, jazz and industrial, although the musicians characterize their genres as “Pazor metal “and” Absurd rock “. What they did, unexpectedly, is a creation of a new music genre, Black-Hop.

DAYS OF CINDERRetour ligne automatique
Days of Cinder combines elements of Hardcore, Progressive, Groove Metal and Stoner in their songs. Multi-layered rhythms, heavy riffs and powerful harmonies are being used to create their own sound.

Film: SAD BUT TRUERetour ligne automatique
Ivan Khutorskoj war ein einfacher Moskauer Punkrocker, der irgendwann die Nase voll hatte, dass die Besucher von Underground-Konzerten immer wieder von Hooligans und Nazi-Skinheads angegriffen wurden. Ivan war ein starker und mutiger Kerl und begann selbständig Widerstand zu leisten gegen die, die jahrelang jüngere Anhänger von Punk-Musik zusamengeschlagen und verstummelt haben. Bald wurde die Sicherheitsfrage auf verschiedene Underground-Shows zu Ivans Hauptaufgabe. Seine kontinuierlichen Bemühungen und die seiner Freunde und Unterstützer ist die Zahl von Punk- und Hardcore-Konzerten gestiegen. Seltene halblegale Verantaltungen „für Freunde“ sind in eine echte unabhängige subkulturelle Szene verwandelt worden. Die, die „die alten Zeiten“ nicht erlebt haben, können kaum glauben, dass nur vor ein paar Jahren jeder Besuch von einem Punk-Konzert mit Angriffen von Nazi-Schlägern, Schlägereien oder sogar Morden endeten, sowohl bei Auftritten von lokalen Punk-Bands als auch bei weltberühmten Stars.

Leider hat sich Ivan während seiner aktiven (und auch ehrenamtlichen) Arbeit zum Wohl des Undergrounds nicht nur Freunde, sondern auch Feinde gemacht. Im November 2009 wurde er mit einem Schuss im Genick im Treppenhaus seinesRetour ligne automatique
eigenes Haus ermordet. Als Ivans Mörder stellte sich der 28-jährige Alexey Korshunov heraus. Er war ein Mitglied einer terroristischen Neonazi-Gruppierung. Zwei Jahre später nach diesem Verbrechen ist er durch die Explosion seiner eigenen Granate ums Leben gekommen. Andere Mitglieder dieser Gruppierung wurden zu längeren Haftstrafen verurteilt und befinden sich noch immer im Gefängnis.

Seebrücke Aktion in Luzern

Sichere Fluchtwege Jetzt!
 
Am Samstagmorgen haben wir, die Gruppen RESolut und Seebrücke an der Seebrücke ein grosses Transparent mit der Aufschrift “39 Refugees died in GB – Sichere Fluchtwege jetzt! – safe passage now!” aufgehängt.
 
Am Mittwochabend wurde im britischen Essex ein LKW mit 39 Leichen von Geflüchteten aus dem asiatischen Raum gefunden. Dies sind 39 weitere Menschen, die durch die gescheiterte Abschottungspolitik Europas ihr Leben verloren haben.
 
Flüchtlingsdeals, verschärfte Grenzkontrollen und unterlassene Nothilfeleistung auf dem Mittelmeer haben in den letzten Jahren, wie wir erwartet haben, nicht zu einer Abnahme der Flüchtlingsströme geführt. Nach wie vor werden jedes Jahr tausende Schutzsuchende auf der Flucht misshandelt, vergewaltigt, versklavt, ermordet oder verlieren Ihr Leben auf andere Weise an der Festung Europa. Die repressiven Mittel der europäischen Staaten treiben Menschen, die ausser der Flucht keine Perspektive haben, immer tiefer in die Arme skrupelloser, krimineller Gangs, die aus der Not anderer versuchen Profit zu schlagen.
 
Solange es Kriege und Ausbeutung gibt, wird es immer Menschen auf der Flucht geben. Es ist höchste Zeit, dass für diese ein sicherer Weg besteht, ihren Asylanspruch prüfen zu lassen. Wenn die Politiker*innen ernsthaft etwas gegen Schlepper*innen und Menschenhändler*innen unternehmen wollen, müssen sie sichere Fluchtwege schaffen und diesem Leid ein Ende bereiten.
 
RESolut & Seebrücke