Bienvenidxs Compas

Liebe Menschen,

In wenigen Tagen unterstützt ein breites Bündnis von Menschen aus diversen sozialen Bewegungen ein Projekt in Basel.

Seit 1994 inspiriert die zapatistische Bewegung sozial-ökologische Kämpfe weltweit. Aktuell besucht eine Delegation der Zapatistas, sowie weiterer indigener und widerständischer Organisationen aus Mexiko, Europa.

Ende August dieses Jahres wird die Karawane der ‚Gira por la vida – Reise für das Leben‘ voraussichtlich in Basel eintreffen und für einige Tage ihre Zelte aufschlagen. Diese Gelegenheit zur Vernetzung, zum Erfahrungs- & Wissensaustausches ist einmalig!

Um die Kosten für die Infrastruktur solidarisch zu tragen, würden wir uns freuen, wenn du unser Crowdfunding Projekt unterstützen würdest. Auf der Webseite www.chiapas.ch/basel findest du das entsprechende WeMakeIt Projekt, sowie weitere Informationen zur Bewegung und zum Camp vom 27. – 29. August in Basel. Jeder – wirklich jeder – Beitrag ist dabei eine grosse Unterstützung. (https://wemakeit.com/projects/a-journey-for-life)

¡Bienvenid@s Zapatistas!

 

5 ½ Jahre Leerstand statt Freiraum an der Obergrundstrasse

Heute Morgen haben Aktivist*innen aus dem Umfeld der ausserparlamentarischen, linken Gruppierung RESolut ein Banner mit der Aufschrift: «Hier wären 5 ½ Jahre Zwischennutzung möglich gewesen» an den Zaun des verlassenen Gebäudes an der Obergrundstrasse 99 gehängt.

Damit protestieren wir gegen den anhaltenden Leerstand und Verfall der beiden Villen an der Obergrundstrasse 99 und 101.

Vor 5 ½ Jahren wurde das Haus an der Obergrundstrasse 99 besetzt und der Allgemeinheit zurückgegeben, die Besetzung erfreute sich grosser Beliebtheit in ganz Luzern und darüber hinaus. Hunderte Personen beteiligten sich über die wenigen Wochen an der Besetzung. Die Stadt um Manuela Jost, welche in der Sache «Bodumvillen» schon zuvor versagt hatte, hat einen geradezu historischen Fehler gemacht: Sie hat sich nicht für die Besetzer*innen eingesetzt und stattdessen den damaligen Besitzer Jorgen Bodum hofiert und das Gebäude räumen lassen.

In der Folge hat Jorgen Bodum das Dach abdecken lassen und jeglichen Unterhalt unterlassen. Über Jahre regnete es in die Villa an der Obergrundstrasse 99 hinein. Sie ist mittlerweile komplett unbewohnbar.

Wieder verhandelte die Stadt mit dem Tee-Laden-Inhaber Jorgen Bodum und wieder kamen sie zu keinem Ergebnis. Als rund ein Jahr später die Nachbarvilla an der Obergrundstrasse 101 besetzt wurde, wiederholte die Stadt ihren Fehler und liess auch dieses Gebäude räumen, dieses Mal war es eine an Brutalität kaum zu übertreffende Räumung durch die Sondereinheit Luchs. Es wirkte so, als wollte die Stadt mit der Räumung den Besetzer*innen einen Denkzettel verpassen.

Abermals kündete Frau Jost an, dass nun Fahrt in die Sache komme, abermals passierte nichts. Bis RESolut im Januar 2020 einen Bevölkerungsantrag mit 248 Unterschriften aus der Luzerner Bevölkerung eingereicht hat, der die Enteignung der Bodumvillen forderte. Etwas später verkaufte Jorgen Bodum die beiden Villen an die Architekturfirma Romano & Christen.

Bei der Beantwortung des Bevölkerungsantrages bezog sich die Stadt darauf. Sie behauptete, dass durch den Verkauf eine neue Situation entstanden sei und nun endlich Fahrt in die Sache komme. Doch bis heute warten wir vergeblich darauf, dass an der Obergrundstrasse etwas Zählbares passiert. Das Interesse an den beiden Villen in bester Lage ist nach wie vor gross. Es wird Zeit, dass diese Gebäude der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, damit dort dringend notwendiger Freiraum entstehen kann.

Luzern 22.08.2021, RESolut

 

Luzern ist Bunt!

Nach der Demo vom 12. Juni als Coronaleugner*innen Hand in Hand mit Nazis durch die Stadt zogen und friedliche Gegendemonstrant*innen von Faschos vor den Augen der Polizei angegriffen wurden, kam es kurz darauf zu einer Kranzniederlegung beim Schlachtdenkmal durch Neonazis am 10.Juli in Sempach. Dagegen wollen wir am Samstag 31. Juli mit einer bewilligten Kundgebung beim Pavillon am Quai in Luzern ein klares Zeichen setzen. Wir wollen nicht tatenlos zusehen wenn schweizerfahnenschwingende Patriot*innen und Neonazis ihre menschenverachtenden Ideologien in Luzern oder sonst wo unwidersprochen verbreiten können. Wir leben in einer vielfältigen, diversen Gesellschaft und stehen ein für ein solidarisches Miteinander. Auf dem Programm stehen verschiedene Redebeiträge und Musik von DJ AKU AKU. Das Bündnis Luzern ist bunt besteht aus der Gruppe RESolut, Seebrücke Schweiz, Feministischer Streik Luzern, dem kurdischen Kulturverein, SP Stadt Luzern, Juso Luzern, Junge Grüne Luzern, Antifa Luzern, Infoladen Romp und anderen Gruppen, Vereinen, Organisationen und engagierten Einzelpersonen. Tragt Maske und haltet Abstand.

Gemeinsam auf die Strasse gegen Faschismus und Verschwörungsmythen.
Wir protestieren dagegen, dass an den Corona-Demos Neonazis nicht nur toleriert werden, sondern dass sogar gemeinsame Sache mit ihnen gemacht wird.

Kommt alle am Samstag 31. Juli um 13.00 zum Pavillon am Quai in Luzern.

#LU3107

 

Luzern hält Abstand – Luzern ist solidarisch

Medienmitteilung: Luzern hält Abstand

Seit Monaten demonstrieren Verschwörungstheoretiker*innen in diversen Städten und Dörfern der Schweiz. Ihre Aktionen sind unbewilligt und Hygienemassnahmen werden nicht eingehalten. Dennoch werden die Demos geduldet. Es ist an der Zeit, dass sich die Zivilbevölkerung gegen dieses unsolidarische Verhalten wehrt.

Für den kommenden Samstag, 12. Juni rufen Corona Leugner*innen zur Demo in Luzern auf. Sie wollen sich um 13:30 auf dem Kapellplatz treffen.

Nebst kruden Theorien, die die Schwurbler*innen vertreten mischen sich auch immer wieder Rechtsextreme unter die Demoteilnehmer*innen und werden dort willkommen geheissen. Für beides ist in Luzern kein Platz, denn Luzern ist offen und solidarisch. Deshalb ruft, die ausserparlamentarische Linke Gruppe RESolut zum Gegenprotest auf.

Kommt nach Luzern und überlasst die Strassen nicht den Schwurbler*innen. Seid kreativ. Schützt euch mit Masken und haltet Abstand.

Auch in Luzern wird jeden Montagabend demonstriert am 10. Mai nahm unter anderem der bekannte Rechtsextreme Ignaz Bearth an der Demo teil, der Mitglied der Neonazi Partei PNOS war und für seine faschistische Gesinnung bekannt ist. Auch hier werden die Demos geduldet. Deshalb werden wir kein Gesuch für eine Gegenkundgebung einreichen. Da dies offensichtlich obsolet geworden ist.

Stattdessen rufen wir alle dazu auf ihre Häuser mit Transparenten und die Strassen mit Kreide zu verzieren und notfalls einen Demonstrationszug der Schwurbler*innen zu blockieren.

 

Aufruf zur Antikriegsdemo

Hoch die grenzenlose Solidarität!

Blutige Konflikte sind zurzeit überall auf den Erdball zu finden.

Raketen fliegen zwischen Israel und Palästina hin und her. In Kolumbien sowie in Myanmar werden Menschen des Widerstands mit militärischer Gewalt getötet. Erdogan begeht immer noch Genozid an den Kurd:innnen, Marokko unterdrückt die Westsahara und Kongo verharrt seit über 20 Jahren in einem blutigen Konflikt über die Bodenschätze. Leider ist diese Aufzählung nicht abschliessend, es gibt noch viele weitere Konflikte und Kriege.

Die Ursachen für solche Konflikte sind oft geschichtlich und sozio-politisch verknüpft, sie führen auf alte Konflikte zurück, die nie richtig aufgearbeitet wurden. Es sind postkolonialistische Überbleibsel, aber auch die faschistische Vergangenheit ausgehend von Europa holt uns alle immer wieder ein.

Fakt ist, dass die Schweiz hier nie eine unschuldige Rolle spielt. Oft haben Schweizer Firmen ökonomische Verträge mit den Mächtigen, welche die Konflikte anführen. Zudem ist die Schweiz Waffenhändlerin, sie stellt die Waffen in der Schweiz her und exportiert sie. Die Schweiz profitiert also vom Elend dieser Konflikte. So viel zur Schweizer Neutralität und Transparenz.

Es ist unser kapitalistisches hierarchisches System, dass Menschen in jene Menschen unterteilt, in diejenigen die unterdrücken und die die unterdrückt werden. Das System begünstigt Kriege und ungerechte Machtverteilung. So dass wenige Menschen sehr hohe hierarchische Machtstellung geniessen, während andere um ihre Existenz kämpfen müssen. Lasst uns diese Ungerechtigkeit bekämpfen!

Wir fordern von der Schweiz Transparenz und den Stopp von Waffenexport. Die Schweiz muss damit aufhören Firmen, welche mit den mächtigen Kriegsherren Handel betreiben zu unterstützen. Stattdessen soll sie hinschauen sich mit den unterdrückten Menschen solidarisieren und allenfalls Sanktionen aussprechen. Die Schweiz muss endlich anfangen sich einzugestehen, dass sie ein Teil des Problems ist und dass wir vieles aufarbeiten müssen, wie zum Beispiel die Vergangenheit des Kolonialismus.

Wir rufen zu Demonstration auf, weil wir nicht die Augen verschliessen wollen. Weil wir wissen, dass eine andere Welt möglich ist. Eine Friedliche Welt. Denn sie ist unsere Welt und gehört nicht den wenigen Mächtigen!

Lasst uns mit den Menschen solidarisieren, welche sich mutig gegen die ausbeuterischen Machtstrukturen und Institutionen stellen. Lasst uns gemeinsam laut gegen ein kapitalistisches System protestieren, welches uns immer wieder in die Knie zwingt. Lasst uns an die Menschen gedenken, welche ihr Leben in diesen Kriegen verloren haben.

Bringt eure lautesten Stimmen, die «hässigstä» Parolen und die buntesten Transparente mit.

Denn es geht um Frieden FÜR ALLE und Krieg FÜR KEINE!

Freiheit für Mumia Abu-Jamal

Transpiaktion: Freiheit für Mumia Abu-Jamal

AmFreitag Morgen haben Mitglieder der Gruppe  RESolut an der Museggmauer ein Transpi mit der Aufschrift «Free Mumia Abu-Jamal» aufgehängt. Damit solidarisieren wir uns mit Mumia und fordern seine sofortige Freilassung.

Seit bald 40 Jahren sitzt der Journalist, Autor und Bürgerrechtler Mumia Abu—Jamal in Amerika im Knast. Erst sass er in der Todeszelle, 2011 wurde das Urteil in lebenslange Haft umgewandelt. Als Radioreporter machte er sich einen Namen als «The Voice of the Voiceless» und berichtete mit und über People of Color in der Amerikanischen Bürgerrechtsbewegung.

Mumias Verfahren verlief alles andere als fair. Die Jury bestand nur aus weissen Perosnen und Zeug*innen wollen den zuständigen Richter Sabo gehört haben, wie er zu der Jury sagte «Ich werde Ihnen helfen diesen N**** zu grillen». Obwohl Zeugen ihre Aussagen zum Tatvorgang zurückgezogen haben und neue Zeug*innen aufgetaucht sind, weigern sich die USA bis heute den Fall neu aufzurollen.

Heute geht es dem 67jährigen Mumia Abu-Jamal sehr schlecht und er braucht unsere Unterstützung dringend. 40 Jahre Gefängnisfrass haben zu Typ 2 Diabetes geführt. Ausserdem erkrankte er kürzlich am Corona-Virus und musste am Herzen operiert werden. Seine Unterstützer*innen fordern deshalb jetzt mehr denn je seine Freilassung. Bleibt Mumia im Knast mit seiner unzureichenden Gesundheitsversorgung, dem Mangel an Bewegung und dem schlechten Essen wird er sterben.

 

Contest of shame

Unser Beitrag zum Contest of shame zu dem die Balkanbrücke aufgerufen hat.

Aufruf:

Wenn wir denken niveauloser geht‘s nicht, legt Frontex einen drauf: die europäische Grenzschutzagentur ruft seine Mitarbeiter*innen anlässlich des „Europe Day“ am 9. Mai dazu auf, an einem Fotowettbewerb teilzunehmen.
Folgende drei Kategorien stehen zur Auswahl:
1. Kooperation mit nationalen Autoritäten,
2. Grenzlandschaften und
3. Eine helfende Hand an der Grenze
Diese Aktion ist absurd, realitätsfern und vor allem schamlos zynisch angesichts der humanitären Katastrophe an den EU-Außengrenzen und der nachweislichen Beteiligung an illegalen Pushbacks durch Frontex. Der „Europe Day“ ist kein Tag zum Feiern, es ist ein Tag zum Schämen. Deshalb hat

Über_Grenzen Kollektiv

den Wettbewerb in #contestofshame umgetauft.

Wie könnt ihr mitmachen?
Heute, am letzten Tag der Fotoeinsendungen, rufen wir dazu auf, die Frontex Facebook Seite (

https://facebook.com/frontex/

) und im Besonderen den Beitrag zur Foto Competition (vom 7. April um 16.03 Uhr) mit Kommentaren zu fluten. Zeigt eure Wut und euer Entsetzen über diesen menschenverachtenden Wettbewerb. Zeigt eure Solidarität mit People on the Move.

Wir sind mehr, wir sind laut und der Fotowettbewerb widert uns an!
Am 9. Mai, dem „Europe Day“ und dem Tag, an dem Frontex das Sieger*innenbild veröffentlicht, werden wir aktuelle Bilder von den EU-Außengrenzen posten. Die Realität dort ist menschenverachtend und gewaltvoll. Es gibt keine schönen Bilder!
Der Frontex Wettbewerb ist blanker Hohn allen Menschen gegenüber, die in Grenzregionen leben und das Leid täglich vor Augen haben, und ganz besonders denjenigen gegenüber, die auf der Suche nach Schutz Opfer von systematischer Gewalt werden.

Unsere Rede zum 1. Mai in Luzern

Die Corona Krise ist eine globale Krise und doch setzen die Regierungen auf nationale, egoistische Alleingänge bei deren Bewältigung.

Gerade bei den Impfkampagnen ist dieses Vorgehen besonders verheerend. Während reiche Staaten sich grosse Kontingente an Impfstoffen sicherten, müssen ärmere Staaten womöglich noch Jahre warten, bis ein signifikanter Teil der Bevölkerung geimpft werden kann. Dies ist aber nicht nur unfair, sondern auch kurzsichtig, denn es gefährdet auch den Erfolg der Impfkampagne hier. Während in anderen Ländern das Coronavirus grassiert, wird es immer wieder zu Mutationen kommen, welche auch die Wirksamkeit des Impfstoffes hier bedrohen.

Da die Pharmakonzerne nicht in der Lage oder nicht gewillt sind den Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen, kann die Krise nur mit der Aufhebung der Patente behoben werden. Dass einige Wenige wieder einmal mit der Notsituation aller sich eine goldene Nase verdienen wollen, ist ohnehin widerlich.

Ja wir brauchen den Impfstoff hier dringend, um das Überleben vulnerabler Gruppen sicherzustellen. Aber genauso dringend wird der Impfstoff in den Afrikanischen Townships, den Asiatischen Slums und den Südamerikanischen Favelas benötigt. An allen Orten, an denen es nicht möglich ist Abstand zu halten oder sich zu isolieren. An allen Orten, an denen es kein fliessendes Wasser gibt, um sich regelmässig die Hände zu waschen und das Geld für Masken usw. fehlt.

Doch der Wille für eine faire Verteilung des Impfstoffes oder die Produktion einer ausreichenden Menge fehlt. Stattdessen werden die Regierungen von Egoismus geleitet. Während Masken unsere Umwelt verschmutzen und Tiere an den weggeworfenen Masken elendlich verrecken und das Leben vulnerabler Gruppen aufs Spiel gesetzt wird soll der Motor der Wirtschaft emsig weiter brummen. Die Regierungen setzen offensichtlich ihre Prioritäten falsch.

Während soziale Kontakte und regenerative Aktivitäten eingeschränkt werden, müssen wir uns nach wie vor in vollgestopfte Busse und Züge quetschen und in zu kleinen Büros mit zu vielen Menschen malochen. An die Homeoffice Empfehlung so wie an die Pflicht hat sich kaum ein Chef gehalten und der bürgerlich dominierte Bundesrat ist nach wie vor zu feige, um wirksame Massnahmen zu ergreifen. Stattdessen gibt er dem Druck der Wirtschaftslobby und den rechten Coronaschwurblern nach und öffnet zu einem schlechten Zeitpunkt.

Wir müssen jetzt schon dafür kämpfen, dass nicht die Arbeitnehmer*innen, sondern die Firmen, welche in dieser Krise nicht zur Rechenschaft gezogen wurden, die Pharmafirmen welche mit unserer Not fette Gewinne eingefahren haben und neureiche Masken-SVPler die Zeche für dieses Fiasko zahlen.

Wir müssen jetzt eine echte Gegenmacht gegen die Bürgerlichen Politiker*innen und die Wirtschaftslobby aufbauen. Einmal mehr hat dieses System versagt Kapitalismus ist nicht die Lösung für die Krisen in unserer Gesellschaft, er ist der Innovator immer neuer Krisen, von welchen die immer selben Kreise profitieren auf Kosten der Ärmsten in unserer Gesellschaft.

Wir fordern die Organisierung der Arbeitnehmer*innen und den Aufbau einer freien Gesellschaft, welche auf globaler Solidarität und ökologischer Nachhaltigkeit basiert.

​​​​​​​Hoch die grenzenlose Solidarität